Tee ist nach Wasser das weltweit am meisten konsumierte Getränk. Knapp 18,7 Milliarden Tassen Tee konsumierten die Deutschen im Jahr 2014. Dies entspricht einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 27,5 Litern.
(Quelle: www.teeverband.de)
Andere Länder, andere Sitten
Auch in Entwicklungsländern ist Tee ein beliebtes Getränk. In der einst britischen Kolonie Kenia darf der Tee natürlich nicht fehlen. Besonders morgens wird er gern von Jung und Alt getrunken.
Dabei ist die typische Trinkweise der Briten weit verbreitet: Tee mit Milch und (viel) Zucker.
In den Projekten, in denen ich während meiner Freiwilligenarbeit tätig war, bekamen wir morgens auch immer eine Tasse Tee. Ich war davon jedoch überhaupt nicht begeistert, denn ich trinke Tee sonst immer ungesüßt, also pur. Doch das Ablehnen einer angebotenen Speise oder Getränks ist kulturell gesehen wahnsinnig unhöflich und somit blieb mir nichts anderes übrig, als den Tee zu trinken.
Ich muss ganz ehrlich sagen: Tee + Milch + gefühlte 100 Stückchen Würfelzucker = absolut nicht mein Ding! Es war mir viel zu süß.
In unserer Unterkunft brühte ich mir dann selbst Tee auf. Dieser war jedoch auch sehr gewöhnungsbedürftig, denn es war Schwarzer Tee, den ich vorher zu Hause noch nie getrunken hatte.
Aber, es ist wie so oft, eine reine Gewohnheitssache. Innerhalb von 2 Wochen trank ich jeden Tag eine Tasse Schwarzen Tee und fand ihn gar nicht mehr so schlimm.
Ich wollte unbedingt kenianischen Tee mit nach Hause nehmen und kaufte dann in einem Supermarkt etliche Packungen mit Zitronengeschmack und Zimt.
(Quelle: www.teeverband.de)
Andere Länder, andere Sitten
Auch in Entwicklungsländern ist Tee ein beliebtes Getränk. In der einst britischen Kolonie Kenia darf der Tee natürlich nicht fehlen. Besonders morgens wird er gern von Jung und Alt getrunken.
Dabei ist die typische Trinkweise der Briten weit verbreitet: Tee mit Milch und (viel) Zucker.
In den Projekten, in denen ich während meiner Freiwilligenarbeit tätig war, bekamen wir morgens auch immer eine Tasse Tee. Ich war davon jedoch überhaupt nicht begeistert, denn ich trinke Tee sonst immer ungesüßt, also pur. Doch das Ablehnen einer angebotenen Speise oder Getränks ist kulturell gesehen wahnsinnig unhöflich und somit blieb mir nichts anderes übrig, als den Tee zu trinken.
Ich muss ganz ehrlich sagen: Tee + Milch + gefühlte 100 Stückchen Würfelzucker = absolut nicht mein Ding! Es war mir viel zu süß.
In unserer Unterkunft brühte ich mir dann selbst Tee auf. Dieser war jedoch auch sehr gewöhnungsbedürftig, denn es war Schwarzer Tee, den ich vorher zu Hause noch nie getrunken hatte.
Aber, es ist wie so oft, eine reine Gewohnheitssache. Innerhalb von 2 Wochen trank ich jeden Tag eine Tasse Schwarzen Tee und fand ihn gar nicht mehr so schlimm.
Ich wollte unbedingt kenianischen Tee mit nach Hause nehmen und kaufte dann in einem Supermarkt etliche Packungen mit Zitronengeschmack und Zimt.
Ich habe momentan nur noch wenige Teebeutel, aber bald bringe ich mir wieder neuen mit :).
Er schmeckt so lecker und ist dazu auch noch sehr gesund (Was will man mehr?).
Die Teeanbaugebiete
Unsere Unterkunft befand sich inmitten der kenianischen Teeanbaugebiete. Man hatte fast den Eindruck, man sei hier nicht im so "trockenen, staubigen, heißen" Afrika, denn wohin man schaute, überall war es grün. Tee braucht ein mildes Klima und vor allem viel Wasser um optimal zu gedeihen.
Limuru, der Ort in dem ich wohnte, lag im kenianischen Bergland. Die Temperaturen betrugen hier im August tagsüber ca. 18 -21 °C und es regnete oft.
Die Teeplantagen zogen sich endlos in die Weite und überall sah man Frauen mit großen geflochtenen Körben auf dem Rücken, die in den Plantagen den Tee ernteten.
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| die Teefelder um Limuru |
Die Frauen bekommen für ein Kilogramm Tee 8 Kenia-Schillinge. Das entspricht 6 Cent.
Sie müssten also, um 100 € zu erwirtschaften, 1.448 kg Tee ernten. Eine unvorstellbar große Menge.
Damit es schneller geht, helfen ihnen ihre Kinder bei der Ernte, obwohl sie eigentlich in der Schule sein müssten.
Während ich im Waisenhaus BOC arbeitete, war ein anderer Teil der Volontäre in einem neuen Projekt tätig. Sie unterrichteten die Kinder, die mit ihren Eltern in den Teefeldern arbeiteten.
Die Mädchen und Jungen sprachen sehr schlecht Englisch. Einige von ihnen hatten noch nie eine Schule besucht und genau DAS ist der Punkt.
Die Wirtschaft und der Exportzwang des Tees erfordert es, schnellstmöglich zu ernten. Da wird jede Hilfe dringend benötigt. Dass darunter jedoch die Bildung der heranwachsenden Generation leidet, interessiert niemanden.
Dazu kommt noch, dass die Eltern viel zu wenig mit dem Verkauf des Tees verdienen. Ihnen ist es überhaupt nicht möglich, ihre Kinder zur Schule zu schicken, denn sie besitzen weder Geld für die Schuluniform, noch für Schulmaterial.
Selbst wenn Kinder von Teebauern zur Schule gehen, die Bildung bleibt irgendwo immer auf der Strecke, weil sie vor oder nach der Schule auf den Feldern sind und ein Besuch einer weiterführenden Schule nicht möglich ist. Sie müssen ja schließlich helfen, die Familie zu versorgen und das kann ein 16-Jähriger besser, als ein 8-Jähriger.
Auch wenn der Teeanbau für viele Kenianer essentiell ist, so bringt er, wie der Rosenanbau einen großen Nachteil mit sich. Die Umwelt wird zwar geschont, aber was er trägt dazu bei, dass sich Analphabetenrate und Bildungsstand nicht wirklich bessern können.
Hier geht's zu meinem Blogpost "Rosen aus Kenia" -> Klick
Ich selbst kaufte letztes Jahr auch den kenianischen Tee und würde es auch wieder tun, aber ich weiß woher er stammt und ich schätze die harte Arbeit dahinter. Ich bin keine ausländische Käuferin, die den Tee als Importgut Deutschlands erworben hat, denn ich kaufe ihn im Produktionsland, was positiver für das Land ist, da das eigens erzeugte Produkt im Ursprungsland Absatz findet.
Wann immer ich meine Tasse "Melvin's Tea" auch trinke, meine Gedanken sind in Kenia, bei den Frauen und Kindern, die so hart dafür arbeiten mussten, aber der Tee erinnert mich auch an die wunderschönen Erlebnisse und er ist für mich ein kleines Stück Afrika, hier in Deutschland.


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