Die kulturellen Besonderheiten Sansibars
Die Religion
Neben dem "Local Meal" gab es natürlich auch zu den anderen Mahlzeiten typisch afrikanisches Essen. Was besonders auf Sansibar vergleichsweise häufig auf den Tisch kommt, sind natürlich Meeresfrüchte. Jedoch steigen die Preise für diese jährlich. Der Grund: Überfischung.
Fischer gibt es an den Küsten sehr viele. Es ist ein Job, von dem man die Familie ernähren kann und noch einen relativ guten Gewinn durch den Verkauf erzielt. Hotels als Abnehmer finden sich jedenfalls auf der Insel genug.Doch die Fischpopulationen wachsen langsamer nach als sie gefangen werden.
Langfristig gesehen wird das Überfischen einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Folge haben, was sich nachteilig auf die wachsende Bevölkerung ausüben wird.
Wer jedoch als Vegetarier auf der Insel Urlaub macht, kommt auch voll auf seine Kosten. Das frische Obst und Gemüse schmeckt wunderbar und kann absolut nicht mit den Früchten, die in Deutschlands Supermärkten angeboten werden, verglichen werden.
Die etwas andere Art von Polizeikontrollen
Was immer in Staaten Ostafrikas herrscht ist Korruption.
"Korruption ist so undurchsichtig, wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht." Quelle: www.transparency.de
Man kann sich nun also darüber streiten, wie sie entsteht und was sie überhaupt erscheinen ließ.
Sicherlich spielt die Kolonialzeit jedes ostafrikanischen Staates eine nicht unbedeutende Rolle dabei. Verwaltungssysteme, die von den Kolonialherren geschaffen wurden, konnten von den Afrikanern nach der Unabhängigkeit nicht weitergeführt werden. Wie sollten sie es auch anstellen? Schließlich hatten sie keine Bildung erhalten, wurden darin geschult oder ausgebildet, sondern von der herrschenden Kolonialmacht in ihrem Land unterdrückt.
Kein Wunder, dass sich Kriminalität im Volk und die Korruption in den Behörden entwickelte.
Polizeikontrollen finden auch auf Sansibar statt. Hier wird geschaut, ob nicht zu viele Leute im Taxi sitzen und ob der Fahrer im Besitz eines Führerscheines ist.
In genau so eine Kontrolle gerieten wir dann auch an einem Ausflugswochenende. Was geschieht nun aber, wenn korrupte Polizisten das Taxi anhalten?
Unser Fahrer wurde aufgefordert, seinen Führerschein abzugeben. Der Polizist überprüfte das Dokument und erklärte nun unserem Fahrer, dass er ihn nicht wiederbekommt, solange er ihm kein Geld zahlt. Ein zehn minütiges Diskutieren auf Swahili folgte, denn unser Fahrer war absolut nicht bereit Geld zu zahlen. Der Polizist hatte dies wohl erkannt und gab ihm den Führerschein zurück.
"That's Zanzibar Corruption." sagte unser Fahrer.
Hier geht's zu meinem Teil I -> Klick
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Die Religion
Babys, deren Augen mit schwarzem Kajal umrandet sind, Frauen in Burkas, der tägliche Muezzin-Ruf - auf Sansibar das Natürlichste der Welt. 95 % der Einheimischen sind Muslime und demzufolge ist der Islam hier präsenter denn je.
Einige Familien halten strikt an jahrhundertealten Traditionen fest, andere sehen diese nicht so verbissen. Was jedoch niemand zu mögen scheint, ist das Christentum bzw. Handlungen die dieses widerspiegeln könnten.
Wir Volontäre wurden gleich nach der Ankunft über folgende Dinge belehrt: keine Zigarette im Dorf rauchen, keinen Alkohol im Dorf trinken und als das absolute Tabu gilt es kurze Hosen und Tops zu tragen. Frauen müssen immer Schultern und Knie bedeckt halten - egal wie warm es ist.
Aber dies sind alles keine Dinge, die eine Reise wahnsinnig erschweren würden. Ich hatte jedenfalls kein Problem damit, mich den Regeln der Gemeinschaft anzupassen.
Richard Grant schreibt in seinem Buch "Meine Bar in Sansibar", dass angesichts all der Ängste und des Ärgers, die muslimisches Verhalten in Amerika und Europa heutzutage auslöst, man leicht aus den Augen verliere, dass der Islam grundsätzlich Anstand, Mitgefühl, Demut und Gastfreundlichkeit gegenüber Fremden kennt.
Es ist eine Aussage, die ich nach meinem Aufenthalt auf Sansibar zu 100 % bestätigen kann.
Das Essen
Richard Grant schreibt in seinem Buch "Meine Bar in Sansibar", dass angesichts all der Ängste und des Ärgers, die muslimisches Verhalten in Amerika und Europa heutzutage auslöst, man leicht aus den Augen verliere, dass der Islam grundsätzlich Anstand, Mitgefühl, Demut und Gastfreundlichkeit gegenüber Fremden kennt.
Es ist eine Aussage, die ich nach meinem Aufenthalt auf Sansibar zu 100 % bestätigen kann.
Das Essen
Neben dem "Local Meal" gab es natürlich auch zu den anderen Mahlzeiten typisch afrikanisches Essen. Was besonders auf Sansibar vergleichsweise häufig auf den Tisch kommt, sind natürlich Meeresfrüchte. Jedoch steigen die Preise für diese jährlich. Der Grund: Überfischung.
Fischer gibt es an den Küsten sehr viele. Es ist ein Job, von dem man die Familie ernähren kann und noch einen relativ guten Gewinn durch den Verkauf erzielt. Hotels als Abnehmer finden sich jedenfalls auf der Insel genug.Doch die Fischpopulationen wachsen langsamer nach als sie gefangen werden.
Langfristig gesehen wird das Überfischen einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zur Folge haben, was sich nachteilig auf die wachsende Bevölkerung ausüben wird.
Wer jedoch als Vegetarier auf der Insel Urlaub macht, kommt auch voll auf seine Kosten. Das frische Obst und Gemüse schmeckt wunderbar und kann absolut nicht mit den Früchten, die in Deutschlands Supermärkten angeboten werden, verglichen werden.
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| frische Maracujas (Passionsfrüchte) zum Frühstück |
Die etwas andere Art von Polizeikontrollen
Was immer in Staaten Ostafrikas herrscht ist Korruption.
"Korruption ist so undurchsichtig, wie die Strukturen, in denen Korruption gedeiht." Quelle: www.transparency.de
Man kann sich nun also darüber streiten, wie sie entsteht und was sie überhaupt erscheinen ließ.
Sicherlich spielt die Kolonialzeit jedes ostafrikanischen Staates eine nicht unbedeutende Rolle dabei. Verwaltungssysteme, die von den Kolonialherren geschaffen wurden, konnten von den Afrikanern nach der Unabhängigkeit nicht weitergeführt werden. Wie sollten sie es auch anstellen? Schließlich hatten sie keine Bildung erhalten, wurden darin geschult oder ausgebildet, sondern von der herrschenden Kolonialmacht in ihrem Land unterdrückt.
Kein Wunder, dass sich Kriminalität im Volk und die Korruption in den Behörden entwickelte.
Polizeikontrollen finden auch auf Sansibar statt. Hier wird geschaut, ob nicht zu viele Leute im Taxi sitzen und ob der Fahrer im Besitz eines Führerscheines ist.
In genau so eine Kontrolle gerieten wir dann auch an einem Ausflugswochenende. Was geschieht nun aber, wenn korrupte Polizisten das Taxi anhalten?
Unser Fahrer wurde aufgefordert, seinen Führerschein abzugeben. Der Polizist überprüfte das Dokument und erklärte nun unserem Fahrer, dass er ihn nicht wiederbekommt, solange er ihm kein Geld zahlt. Ein zehn minütiges Diskutieren auf Swahili folgte, denn unser Fahrer war absolut nicht bereit Geld zu zahlen. Der Polizist hatte dies wohl erkannt und gab ihm den Führerschein zurück.
"That's Zanzibar Corruption." sagte unser Fahrer.
Hier geht's zu meinem Teil I -> Klick
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